Dorothee Elmiger

Dorothee Elmiger, geboren 1985, lebt und arbeitet in Zürich. 2010 erschien ihr Debütroman «Einladung an die Waghalsigen», 2014 folgte der Roman «Schlafgänger». Ihre Texte wurden in verschiedene Sprachen übersetzt und für die Bühne adaptiert. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit einem Schweizer Literaturpreis.

Bild © Peter-Andreas Hassiepen
Nominiert

«Aus der Zuckerfabrik»

Ein Schweizer Lottomillionär in der Karibik, Träume, Atlantiküberquerungen und Anfälle von Wahnsinn: In Dorothee Elmigers Buch entstehen überraschende Zusammenhänge. Die Autorin folgt den Spuren des Geldes und des Zuckers, des Kolonialismus und des Begehrens. Entstanden ist ein faszinierendes Kaleidoskop, in dem die Komplexität der heutigen Welt aufscheint.

Tom Kummer

Tom Kummer, geboren 1961 in Bern, löste im Jahr 2000 wegen fiktiver Interviews einen Medienskandal aus. Nach mehreren Jahren in Los Angeles mit seiner Familie, lebt er wieder in der Schweiz. Sein letzter Roman «Nina & Tom» (2017) wurde von der Kritik gefeiert.

Bild © Susanne Schleyer
Nominiert

«Von schlechten Eltern»

Nacht für Nacht fährt der Erzähler ausländische Diplomat*innen und Geschäftsleute durch die Schweiz. Während der Fahrten und Gespräche lösen sich die Grenzen zwischen der äusseren Welt und der Innenwelt des Erzählers, die erfüllt ist von der Trauer um seine verstorbene Frau, langsam auf. Mit seinen Söhnen sucht er einen Weg zurück ins Leben. Ein Buch von überraschender Emotionalität.

Charles Lewinsky

Charles Lewinsky, 1946 in Zürich geboren, wurde mit seinem Roman «Melnitz» international bekannt. Sein Werk umfasst u.a. zahlreiche Romane, Drehbücher, Theaterstücke und wurde vielfach ausgezeichnet und in 14 Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien «Der Stotterer» (2019).

Bild © Serge_Hoeltschi @ Diogenes Verlag
Nominiert

«Der Halbbart»

Mit dem «Halbbart», dem sonderbaren Fremden, der nur ein halbes Gesicht hat, und Sebi aus der Talschaft Schwyz, der für die Feldarbeit nicht taugt, aber gerne Geschichten erfindet, führt uns das Buch in die ereignisreiche Welt des 14. Jahrhunderts mit ihren Abenteuern und Verwerfungen und erzählt gleichzeitig von ewigen Themen wie Ausgrenzung und Fremdsein.

Karl Rühmann

Karl Rühmann, 1959 in Jugoslawien geboren, war u.a. Sprachlehrer und Verlagslektor. Heute lebt er in Zürich als Literaturübersetzer und Autor von Romanen, Hörspielen und zahlreichen, international erfolgreichen Kinderbüchern. Sein letzter Roman «Glasmurmeln, ziegelrot» wurde 2015 mit dem Werkjahr der Stadt Zürich ausgezeichnet und erschien 2018.

Bild © Franz Noser
Nominiert

«Der Held»

Zwei Offiziere werden 2005 als Kriegsverbrecher vom Internationalen Tribunal in Den Haag angeklagt. Sie haben im Bürgerkrieg auf verschiedenen Seiten gekämpft, jetzt freunden sie sich an. Statt vermeintlich klarer Fronten gibt es immer mehr Fragen danach, wie man unter extremen Umständen richtig handelt, nach Schuld und Gerechtigkeit.

Anna Stern

Anna Stern, geboren 1990 in Rorschach, doktoriert und schreibt in Zürich. Ein Ausschnitt aus «Wild wie die Wellen des Meeres» (2019) gewann beim Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt 2018 den 3sat-Preis. «das alles hier, jetzt.» ist Sterns vierter Roman. Sie wurde u.a. von der Stadt Zürich für ihr literarisches Werk ausgezeichnet.

Bild © Florian Bachmann
Nominiert

«das alles hier, jetzt.»

Was macht Verbundenheit aus? Wie funktioniert Erinnerung? Anna Stern erzählt von Familie und Wahlverwandtschaften, einer Gruppe von Freund*innen und dem Verlust einer geliebten Person. Um die drängende Erinnerung der Ich-Erzählerin an die tote Freundin in Sprache zu fassen, geht die Autorin formal ganz eigene Wege.