lesefieber.ch

Als Pionierin des Schweizer Buchblogs liest und bespricht Manuela Hofstätter seit über 15 Jahren Bücher und steckt zahlreiche Menschen mit ihrem Lesefieber an. Dafür ist die gelernte Buchhändlerin digital auf ihrem Blog lesefieber.ch und analog als Kulturvermittlerin, Moderatorin, Referentin und Dozentin in Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und an Firmen- und Privatanlässen unterwegs. Ausserdem ist sie Botschafterin für den Schweizer Bücherbon und Mitglied der Literaturkommission des Kantons Bern. Mit aufrichtiger Leidenschaft, lebendiger Sprache und gutem Gespür für ihre Gegenüber schafft es Manuela Hofstätter, ihre Leser*innen und Zuhörer*innen für Bücher zu begeistern. Wir freuen uns, dass sie auch dieses Jahr wieder für den Schweizer Buchpreis bloggt und wagen uns, sie zu fragen: Wem empfehlen Sie, nicht zu lesen?

Manuela Hofstätter: «Niemand soll nicht lesen! Ausser vielleicht Quallen und Einfaltspinsel*innen. Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.»

tize.ch

Jung, frech, dynamisch: tize.ch ist ein Medium von und für die junge Generation. Über 30 junge Menschen schreiben ehrenamtlich Reportagen, Berichte und Artikel über das, was Jugendliche wundert, irritiert, berührt und bewegt. Als offene Plattform bietet sich tize.ch als Sprungbrett in den Journalismus an und ist mit über 16‘000 monatlichen Leser*innen eine der grössten Schüler*innen- und Studierendenzeitungen der Schweiz. tize.ch übernimmt die Führung der Facebook- und Instagramkanäle des Schweizer Buchpreises 2020. Wir freuen uns auf die frischen Beiträge junger Stimmen und fragen: Was fordern junge Menschen heute von der Bücherwelt?

Fiona: «Ich wünsche mir aktuelle Themen. Zudem fordere ich die Förderung von jungen und neuen Autor*innen.»
Cynthia: «Ich fordere Geschichten, die mich in eine Welt eintauchen lassen, in die ich normalerweise keinen Einblick erhalten hätte.»
Alexandra: «Ich fordere neue Erzählformen und ungewöhnliche Stile.»
Alexa: «Ich fordere mehr Kreativität, Abwechslung, neue Ideen und neue Formen für das Erzählen einer Geschichte.»
Deborah: «Ich fordere, dass man in den Schulen die Lernenden nicht zwingt gleich mit der schwersten Lektüre anzufangen, sondern ihnen die Freiheit lässt, das für sie perfekte Buch zu finden. Junge Menschen sollen nicht das Gefühl vermittelt bekommen, dass sie lesen MÜSSEN. Im Gegenteil. Es soll immer ein DÜRFEN sein.»

literaturblatt.ch

«Ich zeichne und schreibe und bin ganz mein Tun.» Gallus Frei-Tomic ist Literaturvermittler, Programmleiter am Literaturhaus Thurgau und «Erschaffer von Literaturblättern». Die Kurzrezensionen in Form von handgefertigter Zeichnung und Schrift heben das Buch in seiner Besonderheit hervor und verleiten zum Innehalten. Bereits 2019 hat Gallus Frei-Tomic für den Schweizer Buchpreis auf literaturblatt.ch gebloggt und dabei etwa gefragt: «Vergiften Wettbewerbe die Literatur? Oder den Literaturbetrieb?» Nun sind wir gespannt auf seine Beobachtungen rund um den diesjährigen Schweizer Buchpreis und fragen ihn: Was wünscht er sich für den Schweizer Buchpreis 2020?

Gallus Frei-Tomic: «Mut! Der Schweizer Buchpreis ist bloss der Schweizer Buchpreis! Mut in der Auswahl zur Shortlist! Mut bei der Preisverleihung. Das beste Buch? Die aktuelle Literatur ist keine steinerne Pyramide mit einer einzigen Spitze, sondern ein bunter, praller Haufen!»

josiajourdan.ch

Josia möchte jedem Buch eine Chance geben. Er veröffentlicht auf seinem Blog josiajourdan.ch regelmässig Buchrezensionen, fragt bei seinen #Sonntagsgedanken, warum alle Cover gleich aussehen, berichtet über die Schweizer Buchbranche und erklärt, warum er mehr Bücher von Frauen als von Männern liest. Auf Instagram ist er bunt und vielfältig unterwegs, schafft mit interaktiven Stories, Livestreams und kreativen Aktionen unmittelbaren Kontakt zu seinen rund 3‘800 Followern und weckt mit seiner authentischen Art die Lust auf Bücher. Wir wollen vom Bücherliebhaber wissen: Welche Sehnsucht stillt kein Buch?

Josia Jourdan: «Bücher bieten mir zwar die Möglichkeit für einige Stunden in das Leben einer anderen Person abzutauchen. Aber ganz egal wie viele verrückte, spannende, romantische oder witzige Erlebnisse ich mit diesen Buchfiguren miterleben darf, kein Buch kann meine Sehnsucht danach stillen, all das oder zumindest all die schönen Momente einmal selbst im realen Leben zu erfahren und mit Menschen zu teilen, die mir etwas bedeuten.»